Mit Freude Lehrer sein

Stressbewältigung
Anlaufstellen


Der Lehrer-Job ist schon an sich ein anstrengender Beruf. Ein Kind mit ADHS in der Klasse zu haben, kann die Belastung und den Druck noch erhöhen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie auch an sich denken.
 
Selbsteinschätzung
Im Sinne Ihres Energiehaushaltes ist es wichtig, dass Sie ihre eigenen Kräfte einschätzen können. So vermeiden Sie, dass Sie sich selbst überfordern.
 
Haben Sie eine realistische Einschätzung von sich selbst, fällt es Ihnen leichter, erreichbare Ziele zu stecken – und auch entsprechende Grenzen zu setzen. So vermeiden Sie die Frustration, wenn Vorhaben nicht durchsetzbar sind. Stecken Sie sich dabei kleine Ziele, priorisieren Sie diese und genießen Sie auch kleine Fortschritte.
 
Einige grundlegende Fragen zur Selbsteinschätzung sind dabei:
  • Was wollen Sie leisten?
  • Was können Sie leisten?
  • Welche Rolle möchten Sie für das Kind erfüllen?
Haben Sie diese Fragen beantwortet, kann es hilfreich sein, die eigenen Ressourcen zu überprüfen:
 
  • Wo liegen meine Stärken?
  • Welche Stärken kann ich wie nutzen?
  • Wo liegen meine Schwächen?
Nobody’s perfect
Nicht jedes Vorhaben wird Ihnen gelingen. An manchen Tagen können Sie sich vielleicht nicht beherrschen und werden ungeduldig und wütend auf das Kind. Denken Sie daran: Sie sind auch nur ein Mensch. Es ist völlig normal, dass auch Sie manchmal einen schlechten Tag haben. Starten Sie am nächsten Morgen einen neuen Versuch ohne nachtragend zu sein: So kann der neue Tag für beide frisch beginnen.
 
Supervision
Unter Teamarbeit finden Sie einen Abschnitt, der beschreibt, wie wichtig das gemeinsame Erarbeiten von Zielen ist. Dies gilt nicht nur für die Maßnahmen, die das Kind betreffen. Im Team kann man sich gegenseitig unterstützen, zuhören, Ratschläge geben, austauschen oder einfach mal Dampf ablassen.
Vielleicht gibt es an Ihrer Schule auch die Möglichkeit, dies professionell im Rahmen einer Supervision begleiten zu lassen.
 
 

Als Lehrer kann es sehr sinnvoll sein, Hilfe bei Dritten zu suchen. Dabei variieren die Angebote je nach Schule. Eine weitere Möglichkeit kann es sein, bei der Krankenkasse, dem zuständigen Kultusministerium oder einem entsprechenden Verband nachzufragen. Viele Krankenkassen bieten heutzutage zumindest allgemeine Entspannungskurse oder Kurse zum Stressmanagement an.
 
Schulpsychologische Beratungsstelle
Schulpsychologen sind nicht nur Anlaufstellen für Eltern und Kinder, sondern auch für Lehrer. Unter www.schulpsychologie.de können Sie sich auch per E-Mail beraten lassen.
 
Internet-Notruf
Die Plattform Internet-Notruf e.V. bietet unter www.internet-notruf.de eine kostenlose und anonyme Beratung per E-Mail speziell für Lehrer an.