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Tipps zu Internetseiten für Kinder
Langwierige Spiele mit vielen Regeln sind für Kinder
mit ADHS häufig schwierig, weil viele Vorgaben auf einmal
eingehalten werden müssen. Das kann natürlich zum einen eine
Übung für das Kind sein, zum anderen kann es aber auch
überfordern. Entscheiden Sie deshalb abhängig von der
Entwicklung des Kindes, wie kompliziert und regellastig das
Spiel sein darf.
Folgende Merkmale können für eine gute Beschäftigung stehen:
- Bietet das Spiel Freiräume für eigene Ideen und phantasievolles Spielen?
- Gibt es einen Verlierer? Hält das Kind das aus oder ist seine
Frustrationsgrenze dafür noch nicht groß genug?
- Bleibt das Spiel auch über längere Zeit interessant? Gibt es verschiedene
Varianten oder Schwierigkeitsgrade?
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Manche Kinder mit ADHS mögen Konstruktionsspiele, wie z.B. Lego oder
Bauklötze. Ein Vorteil ist hierbei, dass das Spiel „natürlichen“
Regeln folgt. Ein zu unsanft gebauter Turm stürzt zum Beispiel
einfach ein.
Auch Rollenspiele sind bei Kindern oft beliebt. Materialien, die das
Rollenspiel unterstützen, können z.B. Puppen, Playmobil-Figuren
oder Barbies sein.
Als Lehrer ist man häufig überrascht, wie hoch der Medienkonsum von Kindern
in der Klasse ist. Man bekommt von ganzen Wochenenden vor der
Flimmerkiste berichtet. Viele Kinder mit ADHS lieben − noch mehr
als Ihre Klassenkameraden − Fernsehen oder Computerspiele.
Der schnelle Wechsel von Eindrücken kommt ihrem Bedürfnis nach viel „Input“
und ihrer Impulsivität entgegen. Auf der anderen Seite können
Fernseher und Computer auch eine Reizüberflutung für das Kind
darstellen, es ‚aufstacheln‘ und regelrechte ‚Zeitfresser‘
werden.
Wenn möglich Einfluss nehmen
Die elterlichen Regeln zum Thema
Fernsehen und Computer liegen außerhalb des Wirkungsbereichs
Schule. Manchmal sind Eltern aber durchaus dankbar für Tipps und
Hilfen zum richtigen Umgang mit Medien.
Je älter die Kinder sind, desto mehr kann man sie auch direkt aufklären. In
Lehreinheiten über Fernsehen und Internet können Informationen
vermittelt und auch Tipps zum sicheren und richtigen Umgang mit
den Medien gegeben werden. Die Kinder können auch positiv
beeinflusst werden, indem wertvolle Computerprogramme im
Unterricht vorgestellt oder genutzt werden. Informationen zum
Unterricht mit neuen Medien findet man z.B. unter
www.lehrer-online.de.
Regeln im Umgang mit Fernsehen und Computer
Folgende Regeln
sollten für alle Kinder im Umgang mit Medien gelten:
- Fernseher und PC sollten nicht im Kinderzimmer stehen. Unbegrenzter Zugang
verführt dazu, doch mehr als verabredet „vor der Flimmerkiste“ zu sitzen.
- Eltern sollten ausgewählte, altersgerechte Sendungen und Programme mit dem
Kind zusammen aussuchen. Zappen ist keine sinnvolle Beschäftigung.
- Das Kind sollte nicht allein fernsehen.
- Fernseher oder Computer sind keine Übergangsbeschäftigung: Vor der Schule,
beim Essen, den Hausaufgaben oder vor dem Schlafen gehen sollten Computer und
Fernseher ausgeschaltet bleiben.
- Als Richtwert gilt: Kinder im Vorschulalter sollten nicht länger als eine
halbe Stunde pro Tag, Schulkinder nicht länger als eine Stunde vor dem Computer
und Fernseher verbringen.
- Kinder unter zehn Jahren sollten nicht alleine ins Internet gehen.
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Weiterführende Links zu Medienkonsum von Kindern finden Sie im Bereich „
Kleine
Helfer“.