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Viele Kinder mit ADHS haben aufgrund ihrer Symptomatik bzw. ihren speziellen Verhaltensweisen Schwierigkeiten, Freundschaften aufzubauen und zu erhalten. Die Eltern stehen dieser Problematik häufig hilflos gegenüber.
 
Wichtig ist es, dass sie das Kind so gut wie möglich in der Klassengemeinschaft stärken. (siehe auch Klassenkameraden).
 
Ein guter Tipp für die Eltern ist, zu versuchen, das Kind außerhalb der Schule in Gruppen einzubinden.
 
 
 
Viele Jugendliche mit ADHS erleben die Pubertät in all ihren Ausprägungen besonders intensiv. Das gilt auch für die übliche Abgrenzung von den Eltern und Autoritätspersonen wie Lehrern. Umso mehr ist es hier wichtig, dass sie gut in andere soziale Netze eingebunden sind.
 
Die erste Beziehung
Viele Jugendliche mit ADHS haben schon früh ihre „erste große Liebe“. Oft haben sie dabei auch schon früher als ihre Altersgenossen sexuelle Beziehungen. Deshalb sollte besonders bei Jugendlichen mit ADHS auf Aufklärung gesetzt werden. Da das Verhältnis zu den Eltern in dieser Phase oft besonders angespannt ist, kann es sinnvoll sein, die Thematik im „neutralen“ Rahmen des Unterrichts anzusprechen. Hilfreich können hier zum Beispiel auch Verweise auf anonyme Beratungsstellen wie das Sorgentelefon sein. Bei solchen Stellen fällt es dem Jugendlichen eventuell leichter, sich zu öffnen.
 

Ob Spiel-Verabredungen am Nachmittag oder die Einladung zu Geburtstagen bzw. anderen Festen – Kinder mit ADHS leiden oft darunter, dass sie bei solchen Aktivitäten ausgeschlossen werden.
Bestimmt haben Sie schon einmal mitbekommen, dass die Klassenkameraden nicht mit dem Kind spielen wollen, das aus ihrer Sicht „ immer alles kaputt macht“. Manchmal sind die Eltern der anderen Kinder nicht gewillt, sich das „Stresskind“ anzutun. Hier kann es hilfreich sein, den Eltern als Vermittler zur Verfügung zu stehen: Vielleicht hilft es, mehr Verständnis für das Kind zu erhalten, wenn man z.B. mit Einverständnis der betroffenen Eltern einen Aufklärungsabend zum Thema ADHS veranstaltet.
Wenn Sie in der Klasse beobachten, dass das betroffene Kind auf ein anderes zugeht, können Sie diesen „Tipp“ an die Eltern weitergeben. Ein guter Ratschlag an die Eltern ist dabei zusätzlich, die ersten Treffen gut zu planen: Es kann hilfreich sein, die Kinder zunächst auf „vertrautem Grund“, also zu Hause und unter ihrer Aufsicht, spielen zu lassen.