Diagnose
Was Dich beim Arzt erwartet
Erste Untersuchungen beim Arzt
Das Ergebnis
Du fragst Dich wahrscheinlich, wie man überhaupt
erkennt, dass ein Kind – oder auch ein Erwachsener – ADHS hat.
Für die Feststellung einer Erkrankung, die in der Medizin
Diagnostik genannt wird, ist immer ein Arzt zuständig: also auch
bei einer ADHS.
Verschiedene Ärzte können bei ADHS die Diagnose stellen: Dies kann zum
Beispiel ein Kinderarzt oder ein sogenannter Kinder- und
Jugendpsychiater sein. Wenn Du erstmal mehr zu ADHS erfahren
willst, schau in die
Bibliothek.
Wenn bei Dir untersucht werden soll, ob eine ADHS
vorliegt, wird der Arzt am Anfang wahrscheinlich ziemlich viel
reden: Mit Dir, mit Deinen Eltern, vielleicht sogar mit Deinen
Lehrern oder Erziehern. Es kann auch sein, dass er Dich bittet,
kleinere Aufgaben zu lösen, Fragebögen zu beantworten oder
Spiele mit ihm zu spielen. Das alles dient dazu, Dich
kennenzulernen und herauszufinden, was Du ganz besonders gut
kannst und wo Schwierigkeiten liegen.
Keine Angst, es gibt dabei kein „Richtig“ oder „Falsch“ und Du bekommst
auch keine Noten. Auch wenn es Dir vielleicht etwas unangenehm
ist oder Du Dich beobachtet fühlst: Am besten ist es, Du
verhältst Dich einfach so wie immer und antwortest ehrlich.
Schließlich will der Doc Dich ja so kennenlernen, wie Du bist.
Außerdem gehört zum Besuch beim Arzt auch eine so genannte körperliche
Untersuchung. Die hast Du wahrscheinlich schon mehrere Male beim
Kinderarzt gemacht: Zu ihr gehören z.B. Wiegen, Größe messen,
Blut abnehmen und andere Untersuchungen. Sie sind dazu da,
festzustellen, ob in Deinem Körper alles so funktioniert, wie es
soll.
Wenn der Arzt sich all diese Sachen genau angeschaut
hat, wird er Dir und Deinen Eltern mitteilen, ob Du ADHS hast
oder ob die Probleme, die bei Dir auftreten, eine andere Ursache
haben. In diesem Gespräch – und auch später – ist es wichtig,
dass Du alle Fragen stellst, die Dir in den Sinn kommen. Auch
wenn Du denkst, manche Fragen seien vielleicht unnötig oder
dumm: Hab keine Angst davor. Denn es gibt keine unnötigen oder
dummen Fragen. Schließlich geht es um Dich und Deine Gesundheit
und da ist Deine Meinung ganz besonders wichtig!
Mehr zum Umgang mit dem Thema ADHS haben wir für Dich bei „
Über
ADHS reden“ zusammengestellt.