Schwierigkeiten

Den richtigen Beruf finden
Praktika
Leistungsdruck
Kollegen

 
Die Antwort auf die Frage „Welcher Beruf ist der richtige für mich?“ ist eine schwierige Entscheidung. Viele Faktoren müssen berücksichtigt werden:
 
  • Welcher Job entspricht meinen Interessen?
  • Wo kann ich meine Stärken besonders gut einbringen?
  • In welchem Beruf sind meine Schwächen gut ausgleichbar oder nicht so wichtig?
Dabei ist es hilfreich, die Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen mit der Einschätzung von anderen zu vergleichen. Manchmal hat man selbst ein verfälschtes Bild von sich, während Außenstehende besser beurteilen können, wo die Talente liegen. Für die Einschätzung sollte man jemanden wählen, den man mag, der aber auch kritisch sein kann, z.B. einen Lehrer oder jemanden aus einem Praktikum.

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Um herauszufinden, welcher Beruf einem liegt, eignen sich Praktika besonders gut. Zum einen kann hier direkt ausprobiert werden, ob die Aufgaben und Herausforderungen wirklich der eigenen Persönlichkeit entgegenkommen. Zum anderen zeigen Praktika im Lebenslauf eine hohe Motivation. Zusätzlich können hier schon Beziehungen geknüpft werden: Manchmal entsteht dann direkt die Möglichkeit zu einem Schülerjob oder einem Ausbildungsplatz. 
 
Die Dauer von Praktika ist je nach Unternehmen verschieden: Sie kann von ca. einer Woche bis zu einem halben Jahr oder mehr reichen. Deshalb klärt vor der Bewerbung, wie lange die übliche Praktikumsdauer in Eurem Wunschbetrieb ist und was Ihr während des Praktikums machen dürft.
Weitere Anlaufstellen bei der Jobsuche findest Du unter Kleine Helfer.
 
 

Manche Jugendliche sind richtig froh, nach der Schule in eine Ausbildung zu gehen, in der sie praktisch arbeiten können. Manchmal sind aber auch die Anforderungen in der Ausbildungsstelle viel höher als sie gedacht haben.
 
Jeden morgen pünktlich kommen, alle Aufgaben zuverlässig und möglichst schnell erfüllen, Aufforderungen des Vorgesetzten immer befolgen – all diese Punkte werden in der Ausbildung häufig viel strenger durchgesetzt als in der Schule. Missachtet man sie, hat dies Konsequenzen – im schlimmsten Fall sogar die Kündigung.
 
Kann man die Anforderungen an einen Job nicht erfüllen, sollte man darüber nachdenken, warum dies so ist:
  • Wo genau liegen die Probleme? Versuch, möglichst konkret aufzuschreiben, in welchen Situationen es schwierig wird.
  • Was kann man in diesen Situationen verändern? Denk darüber nach, was in bestimmten Momenten verbessert werden könnte.
  • Gibt es auch Gebiete in dem Beruf, die den eigenen Stärken entgegenkommen oder Spaß machen?
  • Ist es der richtige Beruf oder sollte die Berufswahl  überdacht werden?
  • Gab es schon ein klärendes Gespräch mit dem Chef?
  • Gibt es Hilfsangebote, die genutzt werden können?
  • Gibt es einen Kollegen, dem Du vertraust und der Dich dabei unterstützen kann, die Probleme zu analysieren und eine Lösung zu finden?

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Gerade als Auszubildender lernt man einen großen Teil der alltäglichen Arbeit von den direkten Kollegen oder Kolleginnen. Auf der anderen Seite bedeutet dies aber auch, dass man in der Hierarchie der Firma an unterster Stelle steht: Anweisungen von den Kollegen zu erhalten, ist ganz normal.
 
Gerade deshalb erleben die Kollegen die Stärken und Schwächen am intensivsten. Manchmal entstehen daraus Probleme mit den Kollegen, die über eine normale Diskussion hinausgehen.
 
Wenn man das Gefühl hat, dass sich mit einem oder mehreren Arbeitskollegen größere Schwierigkeiten ergeben, sollte man frühzeitig etwas unternehmen. Je länger man solche unterschwelligen Störungen „vor sich hin köcheln“ lässt, desto schlimmer werden sie meist.
 
Ein Gespräch mit dem entsprechenden Kollegen kann hilfreich sein. Wenn die Situation schon sehr problematisch ist, kann es helfen, einen Dritten einzubeziehen, der nicht in den Konflikt verwickelt ist.
Vielleicht nützen Dir folgende Anregungen etwas für das Gespräch:
  • Kritikpunkte aufnehmen: Auch wenn es schwerfällt, sollte die Kritik der Kollegen angehört werden.
  • Ehrlich überdenken: Was stimmt vielleicht? Die geschilderten kritischen Punkte sollten ehrlich betrachtet werden − bei welchen Punkten besteht tatsächlich Verbesserungsbedarf?
  • Kritik annehmen: Manchmal bringt es schon sehr viel, wenn man zeigt, dass man die eigenen Problemstellen sieht und motiviert ist, daran zu arbeiten. Das Zugeben von Schwächen kann so eine Stärke werden.
  • Um Hilfe bitten: Manchmal bringt es etwas, direkt gemeinsam zu überlegen, wie die Schwierigkeiten verbessert werden können. So sieht der Gesprächspartner, dass die Kritik angenommen wird und man motiviert ist, etwas daran zu ändern.

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