Behandlung
Was passiert nach der Diagnose ADHS
Weitere Behandlungsmöglichkeiten
Was passiert nach der
Diagnose ADHS?
Wenn die
Diagnose ADHS gestellt wurde, wird der Arzt zusammen mit Deinen Eltern
und Dir überlegen, wie es jetzt am besten weitergeht. Dabei gibt es verschiedene
Möglichkeiten:
Behandlung durch Training des Verhaltens
Vielleicht verschreibt
der Arzt Dir eine sogenannte Verhaltenstherapie. Sie wird recht häufig bei ADHS
eingesetzt. In einer Verhaltenstherapie werden Aufgaben und Situationen geübt,
die Dir besonders schwer fallen. Dabei lernst Du auch neue Möglichkeiten kennen,
die Dir diese Aufgaben erleichtern – sozusagen Tipps und Tricks. Meistens werden
auch Deine Eltern bei der Therapie mit einbezogen. Besonders, wenn es
Situationen gibt, in denen die Zusammenarbeit zwischen Euch nicht besonders gut
klappt.
Die Verhaltenstherapie wird immer von einem Therapeuten durchgeführt. Was man in einer Verhaltenstherapie macht,
kann ganz unterschiedlich aussehen. Vielleicht spielt, bastelt oder malt Ihr
oder macht ganz alltägliche Dinge, wie einkaufen gehen oder Zimmer aufräumen.
Manchmal findet diese Behandlung auch in einer Gruppe statt.
Wenn Du mehr dazu wissen willst, was Dich erwartet und was in Deiner Therapie
genau gemacht wird, fragst Du am besten Deinen Arzt oder den Therapeuten.
Medikamente
Manche Kinder mit ADHS bekommen auch Medikamente
verschrieben, damit es ihnen besser geht. Um herauszufinden, ob ein Kind mit
ADHS ein Medikament benötigt oder nicht, schaut der Arzt sich alle Ergebnisse
der Untersuchungen noch einmal genau an. Dann bespricht er das Thema mit den
Eltern und dem Kind und bezieht auch deren Meinung mit ein.
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Weitere
Behandlungsmöglichkeiten
Eine ADHS-Therapie ist am besten immer speziell auf jedes Kind zugeschnitten.
Dabei gibt es noch viele weitere Behandlungsformen, die eingesetzt werden
können: Je nachdem, ob einem ein bestimmter Bereich besonders schwer fällt. Das
kann z.B. bei einem Kind das Sprechen sein, bei einem anderen ist es vielleicht
eher das Balancieren und Turnen. In diesen Bereichen gibt es dann ein
„Extra-Training“ in Form einer speziellen Behandlung.
Elterntraining
Beim Elterntraining erhalten Deine Eltern Tipps, wie sie besser mit den
speziellen Problemen einer ADHS umgehen können. Dadurch können Sie Dich besser
verstehen und unterstützen, z.B. dabei, Deinen Tag einfacher zu gestalten, Dir
Hilfen zu geben oder schwierige Situationen zu meistern.
Entspannungstraining
Bei Entspannungstrainings soll man, wie der
Name schon sagt, lernen, sich zu entspannen. Bei einer Traumreise liest z.B.
jemand eine Geschichte vor und Du versuchst Dir mit geschlossenen Augen
vorzustellen, Du wärst mitten in der Erzählung.
Ergotherapie
Ergotherapie übt Alltagstätigkeiten: Sie kann Dir
also bei den häufigen oder sogar täglichen Schwierigkeiten helfen, z.B. zu
lernen oder schöner zu schreiben. Dabei machen Deine Eltern, der Ergotherapeut
und Du gemeinsam Ziele aus, die dann mit Hilfe von gemeinsamen, ganz praktischen
Übungen verwirklicht werden.
Familientherapie
Familientherapie ist eine Behandlung, die die
ganze Familie einschließt: Es machen also z.B. Deine Mama, Dein Papa und Deine
Geschwister mit. Man schaut, wie Ihr miteinander umgeht und was man dabei
verbessern könnte. Das hilft Dir, Deine Familie besser zu verstehen – und
umgekehrt können auch Deine Eltern und Geschwistern besser nachvollziehen, was
in Dir vorgeht.
Neurofeedback
Das Neurofeedback ist eine Art Computerspiel, das
man mit seinen Gedanken steuern kann. Das kann Dir möglicherweise helfen, Dich
bewusster auf Dinge zu konzentrieren. Neurofeedback gibt es noch nicht sehr
lange, deshalb wird es noch nicht so häufig angeboten und ist nicht überall
möglich.
Psychomotorik
Psychomotorik beschäftigt sich mit Deinen
motorischen Fähigkeiten, das heißt damit wie Du Dich bewegst. In der
Psychomotorik bewegt man sich unter Anleitung des Therapeuten, z.B. könnte
Trampolin springen auf dem Programm stehen.
Sprachtherapie
Wenn Du Probleme mit dem Sprechen hast, z.B.
stotterst, kann eine spezielle Schulung des Sprechvermögens, die so genannte
Sprachtherapie, helfen. Der Trainer bzw. der Therapeut hilft Dir dann mit Tricks
und Übungen, die Schwierigkeiten beim Sprechen zu verbessern.
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