Freunde
Kinder
Jugendliche
Einladungen
Kinder
Viele Kinder mit ADHS haben aufgrund ihrer Symptomatik bzw. ihren speziellen Verhaltensweisen Schwierigkeiten, Freundschaften aufzubauen und zu erhalten. Für Eltern ist es schwer mit anzusehen, wenn das eigene Kind zum Außenseiter wird.
Überlegen Sie gemeinsam, was man tun kann, um die Situation zu verbessern:
- Gibt es Kinder, die Ihr Sohn/ Ihre Tochter besonders mag? Warum findet sie/ er diese Kinder nett? Wie verläuft das Spielen mit diesen Kindern?
- Beobachten Sie Ihr Kind beim Spielen und loben Sie es, wenn es gut mit anderen spielt oder ihnen hilft.
- Üben Sie anhand von Rollenspielen das richtige Verhalten in verschiedenen Situationen. So kann Ihr Kind mit Ihnen ausprobieren, welche Verhaltensweisen gut ankommen und welche eher unerwünscht sind.
- Führen Sie ein „Was wäre, wenn…“-Spielchen ein. Überlegen Sie gemeinsam mit dem Kind, wie sich verschiedene Verhaltensweisen in einer Situation auswirken würden.
nach oben
Viele Jugendliche mit ADHS erleben die Pubertät in all ihren Ausprägungen besonders intensiv. Das gilt auch für die übliche Abgrenzung von den Eltern. Umso mehr ist es hier wichtig, dass sie gut in andere soziale Netze eingebunden sind.
Urlaub mit den Eltern – auf keinen Fall
In diese Phase fällt zum Beispiel auch das erste Mal der Wunsch „alleine“ in den Urlaub zu fahren. Kompromisslösungen bieten hier z.B. Fahrten, die von Selbsthilfegruppen organisiert werden. Ein Beispiel dafür finden Sie bei tokolive.de.
Die erste Beziehung
Viele Jugendliche mit ADHS haben schon früh ihre „erste große Liebe“. Oft haben sie dabei auch schon früher als ihre Altersgenossen sexuelle Beziehungen. Deshalb sollte besonders bei Jugendlichen mit ADHS auf Aufklärung gesetzt werden. Wenn das Verhältnis zu den Eltern schon angespannt ist, kann es besser sein, eine andere Bezugsperson des Jugendlichen zu bitten, mit ihm darüber ungezwungen zu reden.
Ob Spiel-Verabredungen am Nachmittag oder die Einladung zu Geburtstagen bzw. anderen Festen – Kinder mit ADHS leiden oft darunter, dass sie bei solchen Aktivitäten ausgeschlossen werden.
Manchmal wollen die Klassenkameraden nicht mit dem Kind spielen, das aus ihrer Sicht „ immer alles kaputt macht“. Manchmal sind die Eltern der anderen Kinder nicht gewillt, sich das „Stresskind“ anzutun.
Folgende Tipps können helfen:
- Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, andere Kinder zu sich nach Hause einzuladen.
- Überfordern Sie sich und Ihr Kind nicht: Es reicht, wenn zunächst ein oder höchstens zwei Kinder zu Besuch kommen.
- Wählen Sie eine Aktivität mit den Kindern aus, die den Stärken Ihres Kindes entspricht und die es gerne macht. So wird die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Konflikte entstehen oder aber das Kind als „Verlierer“ dasteht.
- Bleiben Sie in der Nähe, wenn Ihr Kind andere Kinder zum Spielen einlädt.
- Bieten Sie an, mitzukommen, wenn Ihr Kind von anderen Kindern eingeladen wird. Die meisten Eltern freuen sich über eine zusätzliche Aufsichtsperson.
- Wägen Sie ab, ob es sinnvoll ist, die anderen Eltern z.B. auf einem Elternabend über die Diagnose zu informieren. So verbessert sich vielleicht die Einstellung der anderen Eltern gegenüber Ihrem Kind und beeinflusst auch deren Kinder.
nach oben